Grüne im Kreistag begrüßen die Zusage des Ministeriums zu einem neuen Gymnasium in Diedorf
Gerade noch rechtzeitig, damit schon in diesem Jahr die ersten Schülerinnen und Schüler das Gymnasium Diedorf besuchen können, kam die Entscheidung vom Ministerium. Zwar muss man sich sputen, aber es ist machbar. Damit wird der ländliche Raum gestärkt und es bedeutet eine Entlastung des Gymnasiums in Neusäß und eine Verbesserungen der dortigen Schulraumsituation.
Eine Ablehnung wäre nur schwer verständlich gewesen, nachdem der Landkreis vom Schulraum- bis zum Standortgutachten, alle notwendigen Anforderungen erfüllt hat. Der Bedarf für ein weiteres Gymnasium war eindeutig gegeben.
Bereits bei der vorangegangenen Standortdiskussion haben wir Grünen deutlich gemacht, wie wichtig, neben dem Standort, vor allem die zukünftige Profilbildung des neuen Gymnasiums ist. Die Schwerpunktsetzung in Diedorf und die Fächerwahl wird mit ausschlaggebend sein für die Annahme des neuen Gymnasiums.
Auch für die Entlastung der Schulen in Augsburg wird das Angebot eine Rolle spielen.
Bei der Weiterentwicklung der Schullandschaft im Landkreis war uns Grünen ein zukunftsorientiertes und modernes Bildungsangebot wichtig, das es im Landkreis bisher nicht und in Augsburg zu wenig gibt, wie etwa einen sozial-, international und wirtschaftsorientierten Zweig. Damit wird der Standort Diedorf auch verstärkt für die SchülerInnen aus Augsburg interessant.
Wenn die Ausrichtung, wie der Presse zu entnehmen war, schon feststeht und es wieder Naturwissenschaftlich-technologisch und sprachlich sein soll, dann haben wir hier wieder eine Chance vertan. Gerade im Blick auf unsere künftige Generationenveränderung und bei stetig steigenden weltweiten Wirtschaftsbeziehungen wäre mit diesem Fächerangebot ein Alleinstellungsmerkmal gegeben.
Die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln war ein weiteres Kriterium für die grüne Kreistagsfraktion bei der Standortfrage. Es ist daher bedauerlich, dass der Standort unweit des Bahnhofs kein Thema mehr ist. Diedorf ist verkehrlich gut durch die Schiene angebunden, eine weitere Verbesserung könnte mit der Reaktivierung der Staudenbahn erreicht werden. Wir würden es sehr begrüßen wenn es noch eine optimale Nahverkehrsanbindung an die Stauden gäbe. Dann wäre das Konzept schlüssig.
Ursula Jung Paul Reisbacher
Fraktionsvorsitzende Stellvertretender Fraktionsvorsitzender





